Schwitzhütten-Seminare

Das Ritual Schwitzhütte 

Die Schwitzhütte ist ein Ort der äußeren und inneren Reinigung, wir gehen symbolische hinein in den Leib von Mutter Erde und bitten um Heilung. Die Reinigung ist eine ganzheitliche, bezieht sich also auf alle Ebenen des Menschseins. Überholtes, Verbrauchtes kann losgelassen werden, Raum für Neues kann sich auftun. Manche Menschen erleben das Ritual wie eine Geburt. Alles hat in der Zeremonie seine Bedeutung, alle Elemente sind anwesend, und insgesamt ist der Schwitzhüttenplatz mit brennendem Feuer eine verdichtete Wiedergabe der ganzen Schöpfung. Neben der Reinigung an Körper, Seele und Geist ermöglichst das Schwitzen, Singen und Beten einen Kontakt zum eigenen inneren Wissen um Heilung. 

 
Da wir keiner alten Tradition verpflichtet sind, bieten wir kein Schwitzhüttenritual aus einer bestimmten Kultur an. Wir orientieren uns allerdings am Lebenskompass nach Ursula Seghezzi, ein Europäischen Rad der Jahreszeiten und der Lebensphasen, welches die Grundlage unserer Arbeit in der Natur ist.


Die Schwitzhütte ist ein meist aus Weidenästen auf besondere Art gebautes Gerüst in Form eines Iglus, über das dicke Wolldecken gelegt werden. In der Mitte der Schwitzhütte ist eine Grube ausgehoben, in die die rot glühenden, heißen Steine gelegt werden. Nach dem gemeinsamen Aufbau des Holzes wird das Feuer entzündet und gehütet. Sind die Steine heiß, entkleiden wir uns und kriechen in die Hütte. Dort ist es vollständig dunkel. Nur die glühenden Steine geben einen schwachen Lichtschein. Wasser wird auf die Steine gegossen. Es dampft. Kraftvolle Lieder erklingen, Geschichten werden erzählt, es wird gebetet, zugehört, nach innen gespürt... Jede der vier Runden steht für ein anderes Thema und einen anderen Abschnitt des Lebens. Nach der vierten Runde verlassen alle mit einem Dank die Schwitzhütte. Wir stehen noch einige Zeit am Feuer, bis dieses dann langsam verglimmt. Danach wird gegessen, getrunken, gefeiert! Eine Abschlussrunde beendet die gemeinsame Ritualzeit.


Schwitzhütten für Frauen

Es ist uns wichtig, dass wir im Kreis von Frauen in dieses Ritual gehen können, um uns an unsere ureigenen weiblichen Kräfte wieder zu erinnern und diese zu stärken. Wir tun das meist um den Vollmond. Die weibliche Energie der Mondin in ihrer vollen Größe unterstützt uns, immer mehr unsere Frauenkraft zu leben.

 
Die Zeit der Menstruation wird bei Völkern, die im Einklang mit der Natur leben, als eine ganz besondere Zeit angesehen. Die große Schöpfungskraft hat den Frauen diesen ganz eigenen, kraftvollen Reinigungszyklus geschenkt! In dieser Zeit hat die Frau eine sehr hohe Anbindung an spirituelle Kräfte. Sie widmet sich ganz sich selbst, ihrer Verbundenheit, ihrer inneren Stärkung und Reinigung und ist im Idealfall von den alltäglichen Aufgaben befreit. Aufgrund des veränderten Energieflusses der Frau wirkt sich ein Schwitzhüttenritual auch sehr unterschiedlich auf Körper, Geist und Seele auf. Deshalb laden wir die Frauen ein, in der Mondzeit ganz besondere Aufmerksamkeit auf ihre Bedürfnisse zu legen und zu überprüfen, ob es sich gut anspürt zu schwitzen oder eventuell das Ritual am Feuer mitzufeiern.


Schwitzhütten-Specials 2018

  • Geburts-Schwitzhütte mit Monika Steiner-März & Anne: Sa 16. Juni 2018
    Wir nähern uns hier unserer Geburt, unseren vorgeburtlichen Themen achtsam an. >mehr
  • Frauen-Special mit Adelheid Boll: Sa 6. - So 7. Okt 2018
  • AhnInnen-Schwitzhütte mit Gila Antara & Anne: Di 13. Nov 2018
  • Silvester-Schwitzhütte mit Anne: Mo 31. Dez 2018 - Di 1. Jän 2019